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Wegbeschreibung Niobe Speisekarte Denkmal

Der 26. Juli 1932 war der Schicksalstag des Segelschulschiffes NIOBE. Es war am 25. Juli aus Kiel zur Ostsee-Reise ausgelaufen, erster Hafen sollte Warnemünde sein. Die Nacht über ankerte es bei Fehmarn und ging am nächsten Tag ankerauf, um mit südöstlichen Kurs abzulaufen. Es wehte ein frischer Südwest Wind mit Stärken von 3 bis 4, um 13.00 Uhr passierte NIOBE das Feuerschiff Fehmarnbelt an Steuerbord. Im Südwesten hatte sich inzwischen eine bedrohlich aussehende Gewitterfront gebildet, die den Kapitän veranlaßte, Ölzeug für die an Deck befindliche Steuerbordwache auszugeben und die oberen Segel wegzunehmen. Die Backbordwache befand sich zum Unterricht unter Deck. Es begann zu regnen. Um 14.27 Uhr fiel plötzlich eine an Stärke schnell zunehmende, fast senkrechte Böe ein, das Schiff krängte sofort auf 40 bis 50 Grad nach Backbord, die Ruderwirkung setzte aus. Der Erste Offizier versuchte noch, anluven zu lassen, aber die NIOBE legte sich völlig auf die Seite und kenterte innerhalb weniger Minuten. 69 Seeleute fanden den Tod: drei Seeoffiziere, der Schiffsarzt, der  Zahlmeister, acht Unteroffiziere, 36 Offiziersanwärter, 10 Unteroffiziersanwärter, neun Matrosen und der Koch. Unter den Offiziersanwärtern waren sechs Medizinstudenten der Universität Greifswald, zukünftige Marineärzte, die ihr seemännisches Praktikum absolvierten.

Der Hamburger Dampfer THERESE RUSS und ein Rettungsboot des Feuerschiffes befanden sich schnell am Unglücksort, bald trafen Schnellboote und die Kreuzer KÖLN und KÖNIGSBERG ein. Sie beteiligten sich an den Rettungsarbeiten, aber nur 40 Mann konnten gerettet werden.

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Gruppen

Ein Kriegsgericht untersuchte die Ursache, der sich der gerettete Kommandant des Schiffes, Kapitänleutnant Ruhfus, zu stellen hatte. Die Verhandlung  ergab, dass kein Verschulden des Kapitäns sondern »höhere Gewalt« vorlag. Der Kapitän habe aus dem Erscheinungsbild der Gewitterfront keine Besonderheiten erkennen können, er wurde freigesprochen.

Trotz des Unglückes unternahm die Reichsmarineleitung alles, um die  Segelschiffsausbildung mit Hilfe kleinerer Segler fortzusetzen. Der "Segelschoner-Verband der Reichsmarine" übernahm für einen begrenzten Zeitraum fünf Schoner:
Um ein neues Segelschulschiff bauen zu können, wurde die

 " Volksspende NIOBE " eingeführt, mehr als 200000,- Mark kamen zusammen. Blohm & Voss übernahm den Auftrag, ein Segelschiff zu entwickeln, das am 14. Januar 1933 auf Kiel gelegt, am 27. Juni 1933, also knapp ein Jahr nach der Katastrophe, unter demNamen GORCH FOCK in Dienst gestellt wurde.

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